Zur gleichen Zeit
Jim Gordon erwachte. Als er sich umblickte, bemerkte er, dass er in seinem Wohnzimmer war und der Fernseher lief, jedoch konnte er sich nicht daran erinnern, wie er hierher kam. Er wusste nur noch, dass er als letztes mit seinen Kumpels einen draufgemacht hatte.
Eigentlich war er nicht der Typ für sowas. Aber nach der Sache mit Gwen…
Nachdem Gordon beschloss, aufzuhören, daran zu denken, musste er sich mit etwas ablenken. Also stand er zu allererst einmal auf und machte das Licht im Wohnzimmer an. Nun, bei genügender Beleuchtung, bemerkte er erst richtig, dass er schon seit Tagen nicht mehr aufgeräumt hatte – es glich einer Müllhalde: Auf dem Tisch standen leere Flaschen neben den zerknüllten Chipstüten; ein paar Reste der letzten Pizza waren auch noch zu sehen. Als sein Blick Richtung Boden wanderte, erblickte er weitere Überreste der Chips – und zwar winzige Krümel, die sich so im Teppich verfingen, dass man sie ohne leistungsstarken Sauger nicht mehr weg bekommt.
Na dann mal ran. Wie spät ist es eigentlich? Ein kurzer Blick auf die Uhr an seinem Handgelenk sagte ich, dass es schon 20:37 Uhr war – und das am Sonntag. Und morgen muss ich wieder früh aufstehen. Also räum ich hier schnell auf und geh dann schlafen.
Gordon ging in die Küche und öffnete die Tür zu einer kleinen Kammer.
An einem unbekanntem Ort zu einer unbestimmten Zeit
Wo bin ich?
Die Frau versuchte sich umzusehen, doch dazu war es zu dunkel. Ohne Orientierungspunkt fragte sie sich, was sie machen sollte. Plötzlich sagte eine Stimme zu ihr: „Geh nur immer geradeaus, meine Liebe.“ Aus Verunsicherung durch fehlende Orientierung folgte sie dem Vorschlag der Stimme.
Mit jedem Schritt, den sie tätigte, wurde ihre Sicht immer klarer – so klar, bis sie sich in einem Wald wiederfand. Die Stimme ertönte wieder: „Bleib nun stehen.“ Die Frau tat auch dies, ohne es wirklich zu wollen, aber sie hatte keine Kontrolle über sich. Plötzlich packte eine Hand ihren Hals und alles wurde wieder dunkel um sie herum.
Als sie erwachte, fand sie sich auf dem dreckigen Waldboden wieder. Der Unterleib schmerzte ihr und sie fror. Die Geräusche hinter ihr brachten sie dazu, sich umzudrehen. Dort stand eine Person mit männlicher Statur, die sich gerade die Hose zuknöpfte. Als die Frau versuchte, das Gesicht des Mannes zu erkennen, konnte sie es nicht. Es war als wär sein Gesicht einfach ausgeschwärzt. Als er bemerkte, dass die Frau aufgewacht ist, drehte er sich um und begann zu rennen.
Zurück blieb die einsame Frau, die mit der Situation nicht zurechtkam. Sollte es das wirklich sein? Ihr Körper war übel zugerichtet, sie bemerkte die Schmerzen jedoch nicht. Für sie war es einfach so, als hörte ihr Körper nicht auf sie.
Die Frau schloss die Augen und legte sich zur Ruhe. Doch wieder ertönte eine Stimme, die ihr sagte: „Du darfst jetzt nicht aufgeben! Du musst aufstehen und in Richtung Zivilisation gehen. Ich werde dich auf diesem Weg leiten.“ Nur war es diesmal eine andere Stimme – es war ihre eigene.
Gwen Stacy fand sich in dem Bett in ihrer Wohnung wieder. Das ganze Bett war feucht und auch ihre Sachen waren durchgeschwitzt. Wie lange ging das nun schon so? Bestimmt ein paar Monate. Und jede Nacht hatte sie denselben Albtraum. Der Albtraum, der zu ihrer Realität geworden war.
R2 Prolog - Teil II: Ende
Diesmal nicht so lang ;)
Fortsetzung folgt dann demnächst!
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